Nächste Fachschafts Sitzung
| Zeit: | 02.05.2012 - 18Uhr |
| Ort: | C4.216 |
| Themen u.a.: |
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All Your Base Are Belong To Us!
Fahrt zu Miele nach Gütersloh
Miele - Ein Welt für sich
An einem schönen sonnigen Morgen machte sich die Hochschulgruppe Wirtschaftsinformatik mit ein paar Freiwilligen (zu denen ich damals auch noch gehörte) auf in Richtung Gütersloh - Miele.
Wie es sich für Studenten gehört, haben wir natürlich das akademische Viertel voll ausgenutzt, ganz zum Missvergnügen unseres Betriebsführers. Der schnappte sich dann auch sofort unsere Gruppe, verteilte Funkkopfhörer und auf ging es in die wunderbare Welt der Miele.
Als erstes wurde uns die aktuelle Produktpalette gezeigt sowie eine Landkarte mit all den Standorten 'all over the world'. Staubsauger reihten sich an High-Tech-Großhandels-Waschmaschinen, Dunstabzugshauben, Öfen für Kliniken und Großküchen. Sehr beeindruckend und vielfältig. Eine zähe Verhandlung der Hochschulgruppe um eine vollautomatische Schrank-Kaffeemaschine aus der Ausstellung scheiterte leider an den hohen Kosten und der "Uneinsichtigkeit" des gegnerischen Handelspartners für die Bedürfnisse eines kaffeesüchtigen Studentens.
Na ja, auf ging es in die Produktion. Vielleicht konnte man hier noch etwas abstauben?! Riesige Fertigungstrassen und ein langer Fußweg standen uns bevor... die Fertigungshallen und das Fertigungsgelände in Gütersloh waren doch erheblich größer, als man erwartet hatte. Alleine die vielen Gabelstapler die unermüdlich vorwärts und rückwärts durch die Produktion "rasten", warfen viele Fragen auf: Wie viel Gabelstaplerwettrennen gab es hier am Tag? Wie viele Besucher starben eines unnatürlichen Todes, weil sie die gelben Absperrlinien auf dem Boden übertraten? Wir wissen es nicht.
Vorbei an Pressen, Bohrern und Stanzen, die die Produktionshalle bis unter die Decke füllten ging es in die Lackiererei. Eine gewaltige, in sich geschlossene Fertigungsstraße. Ganz vorne Metall rein, hinten ein fertiges Waschmaschinen-Chassis lackiert heraus.
Mehrere Etagen höher kamen wir dann zur Elektronik-Abteilung. Das Herzstück einer jeden Dunstabzugshaube wurde hier auf unerwartet kleiner Fläche gefertigt. Fotografieren war leider strengsten Untersagt... man befürchtete wohl, dass wir die Gunst der Stunde ausnutzen würden und mit den Schaltplänen in einem Flieger nach Japan entkommen, um die Details meistbietend an den Mann zu bringen (meine Version ;-). Und schwups standen wir in der Montage. Moment, hier gab es sogar Leute, die hart für ihr Geld in Schicht arbeiten mussten. "Knallharte" Fließbandarbeit war angesagt. Wurde der mindest Tagessatz nicht erzielt, hieß es länger Arbeiten.
Als nächstes gab es dann das Hochregallager zu sehen. Erst im Modell (viele bunte Lichter) und dann in natura. Paletten gestapelt mit Waschmaschinen, die vorher noch in der Produktion unter uns montiert worden waren, wurden hier voll-automatisch eingelagert. LKW-Weise kamen ebenfalls andere Geräte hinzu (Gütersloh dient auch als Umschlag-Platz).
Zu guter letzt führte uns unser Weg über das ganze Außengelände zurück zum Ausgang. Es ging vorbei an alten Eisbahnschwellen und dem hauseigenen Hochofen (ja, Miele produziert noch selbst und kauft nicht dazu: Aufgrund der Qualitätsansprüche).
Wiedererwartend stellte unsere Gruppe (hoch motivierte Studenten, die auch mal was über das wirkliche Arbeitsleben wissen wollten) viele Fragen, so dass wir mit der Führung erst ca. 1 Stunde nach dem geplanten Ende fertig waren. Ob zur Freude oder zum Leid unseres Betriebsführers? Ich denke es hat ihm genauso gut gefallen, wie den meisten von uns (mal keine Schulklasse, die nach 30 Minuten schlapp macht und nach Hause will). Leider war es nicht möglich für uns, die Miele-Kantine zu benutzen... zu dieser Zeit wäre ein wenig Abwechslung auf unserem Speiseplan (die neue Mensa gab es ja noch nicht) wohl recht angenehm gewesen. Vielleicht beim nächsten Mal.
Zu guter Letzt bleibt mir nur zu sagen, daß ich sehr erstaunt über den Automatisierungsgrad war. Vieles funktionierte ohne menschliches zutun. Es war (mal wieder) eine enorme Erfahrung, eine super Fahrt und eine Menge Spaß dabei.
