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Nächste Fachschafts Sitzung

Zeit: 02.05.2012 - 18Uhr
Ort: C4.216
Themen u.a.:
  • Review BuFaK
  • Ceterum censeo Carthaginem esse delendam

All Your Base Are Belong To Us!

Fahrt nach Dresden

Dresden - der kulturelle Mittelpunkt des Freistaates Sachsen und zugleich eine moderne Stadt mit dem Flair der ehemaligen sächsischen Residenz ? eben ein Ort mit Lebensart und im November 2006 auch mit Winfos.

Programm

Freitag, 17. November 2006

  • 06.00 Uhr Abfahrt in Paderborn (pünktlich am Kunstsilo!!!)
  • 11.00 Uhr Betriebsbesichtigung in Jena bei der Carl-Zeiss-GmbH
  • 15.30 Uhr Werksbesichtigung Volkswagen Gläserne Manufaktur
  • 18.00 Uhr Ankunft in der Jugendherberge

Samstag, 18. November 2006

  • 14.00 Uhr freiwilliger Treff am Neumarkt
  • 21.00 Uhr Kneipentour mit Eingeborenen wo auch immer

Sonntag, 19. November 2006

  • 10.30 Uhr Abfahrt in Dresden
  • 13.00 Uhr Pause in Weimar
  • 19.00 Uhr Ankunft in Paderborn

Freitag - Carl Zeiss und gläserne Manufaktur

Zur der für Studenten höchst unfreundlichen Zeit von 6.00 Uhr morgens versammelten sich 33 froh gestimmte Fahrtteilnehmer am Kunstsilo zur Abfahrt. Die Teilnehmer stellten sich bunt gemischt aus allen Semestern und verschiedenen Studiengängen mit Schwerpunkt Winfo zusammen. Als dann endlich um 6.15 Uhr auch Thomas L. auftauchte konnte es sogar losgehen.

Calle gibt alles

Nach 90 Minuten Fahrtzeit streute Busfahrer "Calle" die erste Pause am Kircheimer Dreieck ein. Schon früh wurde klar: Wir haben einen absoluten Vollblutfahrer erwischt, der es sich nicht nehmen ließ, sämtliche seiner entgegenkommenden Kollegen per Handzeichen zu begrüßen. So verwunderte es nicht, dass auf der Rückfahrt der Simpsons-Klassiker: "Ein Hoch auf unseren Busfahrer" geschmettert wurde.

Carl Zeiss West gegen Carl Zeiss Ost

Frisch gestärkt wartete weitere 90 Minuten später die erste Besichtigung auf die Teilnehmer. Herr Schröter von Carl Zeiss Jena führte uns durch den Innovationsraum und begeisterte dabei vor allem mit seinem erfahrungsreichen Vortrag über die Carl-Zeiss-Historie. So erfuhren wir viel über seine persönlichen Tätigkeit in Brasilien und die Schwierigkeiten der Kommunikation zwischen Zeiss-Ost und Zeiss-West in der Zeit des kalten Krieges. Dass es so interessant wird, hätten wohl die meisten und ich nicht gedacht.

Gehirnwäsche bei Volkswagen

Schleunigst ging es weiter nach Dresden, der enge Zeitplan erlaubte leider nur eine Mini-Mittagspause. Um 15.30 Uhr starteten wir dann in der gläsernen Manufaktur. Eine wirklich beeindruckende Architektur in der VW die Endfertigung des Phaeton für jeden sichtbar vornimmt. Eine Automobilfertigung mitten in der Stadt ist außergewöhnlich und erfordert sogar eine CargoTram, d.h. eine Straßenbahn, die auf dem normalen Liniennetz die Teile anliefert. Insgesamt dient der Bau vorwiegend zu Marketingzwecken und auch ein Großteil der Führung beschränkte sich auf das Lobpreisen der Marke VW, der Vorführfilm erinnerte an Gehirnwäsche bei der bewusst unerwähnt blieb, dass der Phaeton ein Milliardengrab ist. Auf meine Frage, wann VW damit anfängt Geld zu verdienen anstatt zu verbrennen antworte man: "Mit Beginn der zweiten Serie." Wann die beginnt, ob es sie geben wird, könne man allerdings nicht beantworten. Interessant für alle: Wer seinen Phaeton bestellt, kann ihn in der gläsernen Manufaktur selbst zusammenschrauben. Also, mit dem nötigen Abstand kann auch hier gesagt werden, dass es sich gelohnt hat.

Eine Villa als Jugendherberge

Eine kleine gemütliche Villa war unsere Heimat für zwei Übernachtungen. Alles in allem mit viel Style und mit leckerem Frühstück (dass ich leider, niemals gesehen habe - trotzdem sei dies angefügt). Am Freitagabend versammelten sich denn in spanischer Tradition ca. 30 Leute in Zimmer 101 zur Pre-Fiesta. Zwei Wehrmutstropfen blieben dennoch, denn leider gab es nachts Schließzeiten und das Szeneviertel in der Neustadt konnte nur per 20-minütiger Straßenbahnfahrt erreicht werden. Die beste Methode war also offensichtlich: Durchmachen!

Samstag - Zwinger, Frauenkirche, Szeneviertel

Der Samstag stand zur freien Verfügung, so dass sich die Fahrtteilnehmer nach eigenem Gutdünken in Elbflorenz amüsieren konnten. Ein Kinderspiel, denn zahlreiche Sehenswürdigkeiten konnten von der Jugendherberge zu Fuß erreicht werden. Frauenkirche, Brühlsche Terasse, Zwinger, Semperoper und vieles mehr musste ja schließlich fotographiert werden. Vor allem die Fotos unserer Halbprofis Tanja und Akin lassen einem das Herz bluten, warum alles viel zu schnell vorbei ging. Eine sehr sehr ausführliche Fotosammlung findet sich hier: Fotogalerie Dresden 2006.

169 Bars für alle

Der Samstagabend war dann für viele wohl das partytechnische Highlight des Wochenendes. Nachdem Ly-Ly zunächst Lehmmasken mit Gurkenstich für alle verteilt hatte, versammelte man sich sich später zunächst im Hebedas, ein ziemlich uriger Laden mit großem Becks für 1,90 Euro - da blieb kein Auge trocken. Weiter ging es im Sputnik, in dem bis fast 2 Uhr die "LONELY HEARTS CLUB BAND" ordentlich einheizte. Wo alle Fahrtteilnehmer im Detail an diesem Abend verblieben ist bisher unbekannt. Jedenfalls trafen sich viele dann in der 6-Uhr-Straßenbahn wieder. Das Neustadt-Viertel bietet insgesamt 169 Bars, da ist für jeden was dabei in mehrfacher Ausführung. Dresden wird noch viel schöner, wenn es dunkel wird. Dank guter Insider-Informationen durch Party-Guides von Eingeborenen blieb uns die Qual der Wahl erspart. Das Motto des Abends lautete: "Paderborn überzeugt, Dresden rockt!"

Sonntag - Zwischenstopp in Weimar

Zwar waren einige Fahrtteilnehmer doch stark gebeutelt aufgrund der vorherigen, zweitägen Exzesse, doch konnten wir uns wieder neu motivieren für die Kulturstadt Weimar. Goethe, Schiller, Bach und wie se' alle heißen waren schließlich auch schon da.

Demographischer Wandel

In der Stadt selbst konnten wir zunächst mal den Altersschnitt senken, denn außer drei Rentnergruppen war da echt niemand. Normalerweise sollten doch die Schulklassen hier tonnenweise mit Kultur zugeschüttet werden. So zeigten wir Präsenz gegen die Demographiefaktor und erkundeten Schloss, Schiller- und Goethehaus. Leider war Goethe nicht mehr da... (war vermutlich im Urlaub)

Viel zu frühes Ende

Einige Buskilometer, Witze über Tabeas Größe und Alains lustige Aktionen (Stichwort: Minirock) später freuten sich alle höchstens auf Grund von Müdigkeitserscheinungen wieder zu Hause zu sein. Die Uni im Abendnebel erinnerte dann doch stark an den grauen Alltag der bereits am nächsten Tag wieder beginnen sollte. Modellierung statt Neustadt, Operations Research statt Elbpromenade. So wurden bereits im Bus schon Ziele für kommende Fahrten gesammelt. Am Ende waren alle zufrieden, die Ausgewogenheit zwischen Besichtigungen, Kultur und Party war mehr als gelungen und das Ganze mit guter Gemeinschaft. Alle hielten sich an die vereinbarten Zeiten und Absprachen und was noch wichtiger ist: Die meisten konnte man mal richtig kennen lernen abseits der Uni während einer tollen Studienfahrt.

Verfasser: Sebastian Köffer