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Nächste Fachschafts Sitzung

Zeit: 02.05.2012 - 18Uhr
Ort: C4.216
Themen u.a.:
  • Review BuFaK
  • Ceterum censeo Carthaginem esse delendam

All Your Base Are Belong To Us!

Eurocopter und KZ Dachau bei Augsburg

Freitag - Eurocopter, Donauwörth

In aller Hergottsfrühe (7:30Uhr) ging es für 14 Winfos aus dem ersten bis zum neunten Semester auf eine 460km lange Reise nach Donauwörth. Dort befindet sich die Deutschlandzentrale des EADS-Konzerns Eurocopter ? unser erstes Ziel der Studienfahrt.

Paderborn - Donauwörth

Während der ca. 5 stündigen Fahrt, merkten wir mehr als einmal, dass unser Busfahrer Udo ein Vertreter des sportlichen Fahrstils ist und auch ganz gerne mal bei Tempo 100 in irgendwelchen Zetteln wühlte. Das hatte unter anderem auch den Vorteil, dass man regelmäßig kleine Adrenalinstöße hatte, sodass man die Müdigkeit auf Grund der frühen Abfahrtszeit relativ schnell abgeschüttelt hatte. Nichtsdestotrotz hat uns Udo selbstverständlich ohne Probleme und Zwischenfälle nach Donauwörth gefahren.
Obwohl, einen ?Zwischenfall? gab es doch: Kurz nachdem wir losgefahren waren, stellte sich Udo kurz vor und versprach uns sicher an unser Ziel zu fahren, wobei er erst einmal bei Bastian nachfragen musste, was denn unser Ziel wäre.
Während der Fahrt gab es dann auch noch ein kleines Quiz, welches den bisherigen Wissenstand in Bezug auf Eurocopter, Dachau und Augsburg überprüfen sollte. Dem Gewinner des Quiz winkte ein gratis Abendessen, gesponsert vom FSR.

Eurocopter - Patente, Kohlefaser und die Serienfertigung

Der Empfang bei Eurocopter war absolut hollywood-reif:
Wir fahren über eine Zubringerstraße in Richtung Donauwörth als wir in einiger Entfernung einen Hubschrauber im Schwebeflug in ca. 50m Höhe sehen. Wir hatten bereits vorher darauf spekuliert, dass ein Transporthubschrauber unseren Bus mit riesigen Krallen direkt von der Straße aufnehmen würde, um uns zu Eurocopter zu fliegen. Dieser Hubschrauber im Schwebeflug hätte die richtige Größe dafür gehabt, doch er verharrte auf seiner Position. Uns war bewusst, dass der Hubschrauber direkt über unserem Ziel schweben würde und tatsächlich kamen wir diesem Punkt immer näher. Als wir dann um die nächste Ecke biegen und im Prinzip direkt auf diesen Punkt zu fahren, dreht sich der Hubschrauber plötzlich und es scheint so als ob er sich drehen würde, um uns zu begrüßen.
Dem war leider nicht so, der Hubschrauber war im Testflug und war nicht unser Empfangskomitee.
Dafür wurden wir umso freundlicher vor dem Haupttor des Werksgeländes empfangen. Hier wurden wir dann auf die umfassenden Sicherheitsvorkehrungen hingewiesen, die es uns nicht erlaubten, Fotoapparate oder Handys mit auf das Gelände zu nehmen. Dies hing damit zusammen, dass auf dem Gelände auch Hubschrauber für die Bundeswehr und andere NATO-Staaten gefertigt und gewartet werden.
Leider hatten wir knapp das Mittagessen verpasst, sodass es sofort mit der Betriebsführung losgehen konnte. Für die Führung wurden wir mit Funkgeräten und Ohrhörern ausgestattet, damit wir alle stets die Informationen vom Leiter unserer Betriebsführung verstehen konnten. Und es waren viele Informationen, die wir bekamen, denn besagter Leiter arbeitet bereits seit 30 Jahren für Eurocopter (bzw. das Vorgängerunternehmen) und hatte daher viele Geschichten zu erzählen. Auf Grund der Tatsache, dass er Ausbildungsleiter war, kannte er so gut wie jeden der Arbeiter, die wir im Laufe der Führung trafen. So gab es dann auch des Öfteren die Möglichkeit, Informationen direkt von den Mitarbeitern zu bekommen.
Beeindruckend war auf jeden Fall die große Anzahl an Hubschraubern, die hier vor Ort waren. Wie schon erwähnt, produziert Eurocopter nicht nur Hubschrauber, sondern nimmt auch deren Wartung vor.
Während der Betriebsführung kristallisierten sich einige Lieblingsthemen unseres Guides heraus: Da ist zum einen die Anekdote über die Amerikaner, die am Anfang der über Kohlefaser als Baumaterial für Hubschrauber gelacht haben und jetzt das Nachsehen haben, da Eurocopter konsequent auf Kohlefaser gesetzt hat und daher unglaublich viele Patente auf diesem Gebiet hat.

Augsburg, Freitagabend, Maximilianstraße

In Augsburg endlich angekommen ging es erst mal daran, die Zimmer in unserem Hostel zu beziehen. Anschließend gingen wir gemeinsam in Richtung Innenstadt, um ein geeignetes Restaurant zu finden. Während unserer Suche, kamen wir an einer Bar vorbei, die gerade Fußball zeigte. Als wir sahen wer gerade spielte, staunten wir nicht schlecht: Augsburg gegen Paderborn. Welch ein Zufall! Nach einem wirklich leckeren Abendessen mit reichlich Käsespätzle, ging unsere Tour entlang der Maximilianstraße los. An der Maximilianstraße befinden sich viele Bars und Kneipen, sodass die Auswahl groß war.
Wir klapperten davon eine kleine, aber feine Auswahl an Lokalen ab. Das eine Lokal braut zum Beispiel ihr eigenes Bier. In einer anderen gab es Cocktails aus Eimern. Insgesamt haben wir an diesem Abend von der urigen Kneipe bis zum hippen Szenelokal einiges gesehen.
Geendet hat der Abend dann in der Mahagoni-Bar, die teils Bar, teils Disko zu sein scheint.

Samstag - KZ Gedenkstätte Dachau

Am Samstagmorgen ging es dann mit dem Bus in das ca. 45 Minuten entfernt gelegene Dachau, um die KZ Gedenkstätte zu besichtigen. Für viele war es der allererste Besuch in einer KZ Gedenkstätte, daher war das Interesse an den Erzählungen während der Besichtigung groß.
Dachau kam als Konzentrationslager eine besondere Rolle zu, da es kurz nach der Machtergreifung bis zur Befreiung durch die Alliierten bestand. Somit war es das allererste Konzentrationslager der Nazis und diente damit anderen Konzentrationslagern als Vorbild. So erfuhren wir zum Beispiel, dass der Schriftzug ?Arbeit macht frei?, den man meistens nur vom Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau kennt, hier seinen Ursprung hat.
Während der Besichtigung nahmen wir im Prinzip den gleichen Weg, den viele Jahrzehnte zuvor die Gefangenen der Nazis machen mussten. Angefangen bei der Rampe wo die Gefangenen ankamen, durch das Eingangstor, zum Wirtschaftsgebäude. Unter anderem wurden in diesem Gebäude den angekommenen Gefangenen die persönlichen Gegenstände abgenommen und eine Häftlingsuniform gegeben. In der Dauerausstellung die sich in dem Gebäude heute befindet, kann man den schweren Weg der Gefangenen nachvollziehen, aber auch darüber hinaus erfährt man einiges über das Leben im Lager und über einzelne Schicksale, die das Ausmaß des Grauens in einem solchen Lager auch noch für unsere Generation verdeutlicht.
Neben dem Wirtschaftsgebäude und dem Bunker haben wir uns noch einen Nachbau einer Baracke, in dem die Gefangenen leben mussten, angesehen. Hier hat man erneut einen Eindruck von den unmenschlichen Zuständen in dem Konzentrationslager erhalten.
Den Abschluss der Besichtigung bildete das Krematorium. Hier lief einem ein kalter Schauer über den Rücken wenn man die Verbrennungsöfen und die Gaskammern sah, in denen vor mehr als 60 Jahren viele Menschen getötet wurden.

Stadtrundgang, Fußball oder einfach nur ausruhen

Wieder in Augsburg angekommen, stand der Rest des Tages zur freien Verfügung. So teilte sich die Gruppe etwas auf: Während ein Teil zum Fußball gucken in eine Kneipe ging, zog es den anderen Teil in Richtung Sehenswürdigkeiten der Augsburger Innenstadt, während ein dritter Teil erst einmal etwas Ruhe brauchte.
An Sehenswürdigkeiten hat die Augsburger Innenstadt einiges zu bieten. Auch hierfür ist die Maximilianstraße eine gute Anlaufstelle. Hier befinden sich zum Beispiel das prächtige Rathaus oder der Perlachturm. Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Augsburger Puppenkiste.
Nachdem so jeder seinen Interessen nachgegangen ist, haben wir uns alle wieder getroffen, um gemeinsam Abend zu essen. Dies haben wir in dem Lokal getan, das sein eigenes Bier braut. Das Lokal war proppenvoll, dennoch haben wir noch einen Tisch bekommen: Einen riesigen runden Tisch an dem wir alle gemeinsam sitzen konnten. Perfekt für ein gemeinsames Abendessen.
Hier wurde auch der Sieger des Quiz von der Hinfahrt gekürt: In einem spannenden Stechen konnte Felix das Quiz für sich entscheiden.
Nachdem wir die wirklich sehr großen Portionen unseres Abendessens verdrückt hatten, blieben wir noch in geselliger Runde sitzen und fingen mit ein paar Spielen an. Zunächst lösten wir ein paar Black-Stories. Anschließend starteten wir eine Runde Werwölfe. Nachdem wir unseren Tisch leider verlassen mussten (andere Gäste hatten den Tisch reserviert), entschieden wir uns dafür, in unser Hostel zu gehen und noch ein paar weitere Runden Werwölfe zu spielen, bevor ein Teil der Gruppe ins Augsburger Nachtleben ziehen wollte.
Wer das Spiel Werwölfe nicht kennt, dem sei gesagt, dass es hierbei darum geht, das jeder Spieler eine Rolle zugeteilt bekommt. Es gibt Dorfbewohner, Werwölfe und Charaktere mit Sonderfunktionen. Das Ziel der Dorfbewohner ist es, die Werwölfe zu identifizieren. Die Werwölfe versuchen natürlich, dies zu verhindern und sich als Dorfbewohner auszugeben.
Das Spiel hat zu vielen lustigen Situationen geführt, die immer wieder in Diskussionen entstanden sind, die zwangsläufig nötig sind, um die Werwölfe zu identifizieren.
Außerdem hatten wir einige Muster dieses Spiels identifizieren. So ist zum Beispiel Florian mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit der Seher, JP ist generell als Werwolf zu verdächtigen, Larissa hat ihre Intuition, um nur ein paar dieser Muster zu nennen.
Ein Teil der Gruppe verbrachte den Rest des Abends damit, Werwölfe zu jagen, während sich der Rest ins Nachtleben stürzte.

Sonntag - Brunch und Rückfahrt

Nachdem wir am Sonntagmorgen unsere Zimmer geräumt hatten und unser Gepäck im Bus verstaut hatten, gingen wir gemeinsam zum Brunchen. Mit leckeren Brötchen stärkten wir uns dann für die restliche Zeit in Augsburg und die lange Rückfahrt in die Heimat.
Nach dem Brunchen hatten wir noch ein paar Stunden Zeit vor der Rückfahrt, sodass wir noch einmal die Gelegenheit nutzen konnten, uns die Stadt, insbesondere das historische Rathaus und die Fuggerei, anzusehen.
Anschließend hat uns Udo wieder sicher von Augsburg nach Hause ins heimische Paderborn gebracht.

Fazit

Alles in allem war dies eine tolle Studienfahrt mit vielen Erlebnissen und Eindrücken. Augsburg ist eine schöne Stadt und ist auf jeden Fall eine Reise wert. Die Besichtigungen bei Eurocopter und in Dachau waren absolut interessant. Und die Partien Werwolf werden uns wohl auch noch lange im Gedächtnis bleiben.

 

Verfasser: Daniel Müller und Bastian Koll