FSR Wirtschaftsinformatik  » Pizza Seminar

Nächste Sitzung

Zeit: im neuen Semester im April
Ort: E0.143 (Subaquarium)
Themen u.a.:
  • werden noch bekannt gegeben
  • Ceterum censeo Carthaginem esse delendam

All Your Base Are Belong To Us!

Pizza Seminar

Dies ist kein Plagiat - eventuelle Anschuldigungen weisen wir als abstrus zurück.

In Anlehnung an die Pizza-Seminare der Mathematik-Deparments amerikanischer Universitäten möchten wir ein solches im kommenden Sommersemester 2011 organisieren. Als Beispiel sei hier die Seite der Rutgers University genannt.  

Grundidee bei diesen sogenannten Pizza-Seminaren ist es, ein freiwilliges Seminar von und für fortgeschrittene Studierende (Bachelor + Master + PhD + Profs.) zu organisieren und interessante Themen der Mathematik zu behandeln.

Wir wollen etwas ähnliches organisieren, das Themengebiet allerdings in Richtung Wirtschaftswissenschaften/VWL/Informatik verschieben. Jeder Interessent hält einen Vortrag von ca. 20 bis 40 Minuten über ein Thema seiner Wahl. Natürlich sind Arbeiten aus dem eigenen Studium, wie z.B. Abschluss-, Seminararbeiten oder Erkenntnisse aus Projekten mögliche Vortragsthemen. Prinzipiell kann man aber auch einen Vortrag über die "Brieftaubenzucht" halten oder ein sonstiges fachfremdes Thema behandeln. Wir möchten eigentlich keine formalen Anforderungen stellen, da das Seminar in entspannter Runde stattfinden soll und jeder willkommen ist. Auch Studierende aus den unteren Semestern sind herzlich eingeladen über etwas zu berichten, dass sie mit anderen teilen wollen. 

Wichtig für uns ist, dass zum einen der Vortrag allgemein verständlich ist. Es ist also notwendig, dass die Zuhörer eure Ideen verstehen und jeder etwas dazu lernt. Zum anderen erwarten wir ein breites Interesse, d.h. jemand der sich im Studium hauptsächlich mit theoretischer Informatik beschäftigt, sollte auch Interesse (bzw. kein Desinteresse) an Themen z.B. aus dem Bereich Management haben - und umgekehrt.

Je nach Nachfrage soll es höchstens ein Treffen pro Woche mit je einem oder höchstens zwei Vorträgen geben. Ein wöchtentlicher Termin wird dann in den letzten beiden März Wochen unter den Vortragenden ausgemacht. Natürlich kann man sich aber auch spontan im Semester dazu entscheiden, etwas zu erzählen. Das ganze ist natürlich hochschulöffentlich und frei von jeglicher Notengebung oder sonstigem Druck.

Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei Dirk (dirksch) oder Felix (fmohr) per Mail (Name in Klammern)@mail.upb.de . Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich in den Pizza-Seminar Mailverteiler eintragen. Alle Ankündigungen werden dann auch über diesen gesendet.

Termine und Vorträge

Termine, Referenten und Themen
Datum Thema Vortragender
- Experiences with Model Driven Software Development - Creating the Palladio Tool Chain Steffen Becker
- Agent-Based computational economics - Ein zur analytischen Mikroökonomie komplementärer Ansatz Felix Mohr
- Messung von Abstimmungsmacht in der AdB und im StuPa Dirk Schumacher
- Design Science Research in Information Systems Dirk Schumacher
- Einführung in die Modern Monetary Theory Christian Wolf
- Evolutionäre Algorithmen und kooperative Koevolution Tobias Wybranietz

Vorträge


Experiences with Model Driven Software Development - Creating the Palladio Tool Chain (Steffen Becker)
Termin: -
Beschreibung:
Die Palladio Toolchain ist ein Softwarepaket zur Modellierung und Analyse komponentenbasierter Softwarearchitekturen. Das Paket besteht heutzutage aus mehr als 40 Eclipse Plugins und umfasst mehr als 400k Zeilen Code. Kernkomponenten des Pakets wurden initial manuell entwickelt und später durch modellgetriebene Ansätze ersetzt. Der Vortrag berichtet in leicht verständlicher Weise über diesen Entwicklungsprozess und vergleicht die manuelle Erstellung mit der modellgetriebenen, um deren Vorteile aufzuzeigen, Hinweise zu geben, wann modellgetriebene Techniken in der Praxis funktionieren und klarzustellen welche Vorteile sie tatsächlich bieten.

Agent-Based computational economics - Ein zur analytischen Mikroökonomie komplementärer Ansatz (Felix Mohr)
Termin: -
Beschreibung:
Bis auf den heutigen Tag liegt der Schwerpunkt der Forschung im Bereich der Volkswirtschaftslehre in der Analyse mathematischer Modelle. Dies hat von Gossen über Keynes bis hin zu Arrow und Krugmann eine lange Tradition. Zwar spielen Simulationen keine unbedeutende Rolle, jedoch auch regelmäßig eine keinesfalls gleichberechtigte. Aus diesem Missstand heraus hat sich seit einigen Jahren ein neues Forschungsfeld herausgebildet: Agent-based computational economics. Ziel dieses Ansatzes ist es, die technischen Möglichkeiten aus der Informatik stärker für die Analyse von wirtschaftlichen Systemen zu nutzen. Es geht dabei nicht darum, die bestehende Forschung abzubrechen oder abzuwerten. Vielmehr ist das Ziel, mithilfe computergestützter Simulationen ganz neue Analysegrundlagen zu erhalten, die allein durch mathematischen Formeln nicht zugänglich sind.

Messung von Abstimmungsmacht in der Asiatischen Entwicklungsbank und im StuPa (Dirk Schumacher)
Termin: -
Beschreibung:
Bei gewichteter Abstimmung (Weighted Majority Voting) hat jeder Teilnehmer nicht nur eine Stimme, sondern jede Stimme wird zusätzlich gewichtet. Hat ein Teilnehmer ein Stimmgewicht von 30%, ist dann sein Einfluss in dem jeweiligen Gremium ebenfalls bei 30%? In diesem Vortrag werde ich auf Konzepte eingehen, wie Abstimmungsmacht gemessen werden kann und was für Implikationen dadurch entstehen. Es werden Algorithmen vorgestellt, wie die vorher definierte Macht gemessen werden kann und Ergebnisse im Bereich der Asiatischen Entwicklungsbank und des StuPa dieser Uni diskutiert.

Design Science Research in Information Systems (Dirk Schumacher)
Termin: -
Beschreibung:
Zu Forschungsmethoden in der (Wirtschafts)-Informatik - genauere Beschreibung folgt.

Einführung in die Modern Monetary Theory (Christian Wolf)
Termin: -
Beschreibung:
Warum Staatsdefizite notwendig sind.

Evolutionäre Algorithmen und kooperative Koevolution (Tobias Wybranietz)
Termin: -
Beschreibung:
Mithilfe evolutionärer Algorithmen können komplexe Optimierungsprobleme schnell gelöst werden. Evolutionäre Algorithmen haben kaum Voraussetzungen oder Beschränkungen für ihre Anwendbarkeit, wodurch sie eine hohe Popularität erreicht haben. Durch Koevolutionsverfahren kann eine Effizienzsteigerung erreicht und Nachteile, wie Konvergenz gegen lokale Minima, ausgeglichen werden. Evolutionärer Algorithmen und Koevolution, insbesondere kooperative Koevolution, finden sinnvoll Verwendung im Bereich der Multiagentensysteme, was exemplarisch an der Lösung des Transportproblems gezeigt werden soll.